Künstlerdialog in Wort & Bild

DIALOG IN WORT UND BILD / ERMITAGE BECKENRIED 1996
Die Ausstellung zeigt ein Wechselspiel von Bildern und Texten, die in Bezug 
aufeinander entstanden sind und von den unscheinbaren, bedeutungsvollen
Begebenheiten des Lebens erzählen. 
  
Texte: Maryse Bodé
Bilder: Anne-Christine Kalbermatten-Walch
Sprecherin: Silvia Planzer-Gunz 
Auf Bildern in warmen Rot- und Orangetönen sind mit feinen Bleistiftzeichnungen
meist Paare dargestellt: zwei Schalen, zwei Federn, zwei Hirsche... Anne-Christine
Kalbermatten hat diese Bilder auf die Ausstellung in der Ermitage hin geschaffen.
Maryse Bodé hat dazu Texte geschrieben, wenige Zeilen jeweils, die Aspekte aus 
dem Bildinhalt hervorholen und zusammen mit dem Bild eine neue Einheit ergeben:
«Einfach/ miteinander da-sein / manchmal randvoll gefüllt /manchmal leer» oder
«Alles will ich mit dir teilen/ was ich beim Baum der Erkenntnis fand / dort wo die
Königin der Kelche wohnt/ wo die Verwirraffen schweigen / und die Vögel des Him-
mels / die sieben Siegel des Herzens / hin und her tragen». 
«Keine Berührung ohne Wandel» heisst dieser Teil der Ausstellung, der in den letzten
Monaten entstanden ist.
Der andere Teil der Ausstellung steht unter dem Titel «Immer wieder das Herz». 
Hier war das Vorgehen umgekehrt: Anne-Christine Kalbermatten hat zu Texten von 
Maryse Bodé Bilder geschaffen. Diese Bilder ebenfalls in zarten Tönen, sind farbiger,
zeigen Menschen oder Tiere, Herzformen, Blumen, Symbole. Diese Arbeiten waren
schon im September1995 im Zentrum Adelheid M. Wenzinger in Untersiggenthal
zu sehen.
An der Vernissage bot Silvia Planzer-Gunz mit dem Lesen zahlreicher Texte von
Maryse Bodé einen eindrücklichen Einstieg in die Ausstellung. Rosemarie Kayser